Uhrenmarken im Portät: Daniel Wellington

Daniel Wellington Uhr auf Schreibtisch

Daniel Wellington ist eine schwedische Uhrenmarke die von der gleichnamigen Firma Daniel Wellington AB hergestellt und vertrieben wird. 2011 von Filip Tysander gegründet, ist sie damit die am schnellsten wachsende Firma in Europa in Privatbesitz. Pro Jahr werden über 3 Millionen Uhren verkauft, was in einem Jahresumsatz von über 200 Millionen Euro resultiert.

Daniel Wellington bietet sowohl Uhren für Herren als auch für Damen an. Aktuell gibt es 5 verschiedene Kollektionen, die alle über eine ähnliche Designsprache verfügen. Die Uhren sind schlicht und minimalistisch gehalten und werden daher auch als „preppy watches“ bezeichnet. Alle Modelle sind mit einem japanischen Quarzuhrwerk ausgestattet, der offiziell empfohlene Verkaufspreis beginnt bei 109€ für das günstigste Damenmodell und reicht bis 189€ für die Modelle der Classic Kollektion. Neben Uhren bietet Daniel Wellington auch Zubehör zum Verkauf an. Aktuell kann man zwischen einem Armreif und einem Anstecker für das Uhren-Lederarmband wählen.

Die Marke Daniel Wellington

Jede Marke beginnt mit einer Gründungsgeschichte und je älter eine Marke ist, desto beeindruckender fällt diese üblicherweise aus. Werden Firmen heute vor allem von schlauen aber profillosen Köpfen gegründet um Marktpotentiale zu nutzen oder um disruptive Technologien zu etablieren, so standen hinter Unternehmen früher oft noch echte Gründungspersönlichkeiten, die sich selbst die Finger schmutzig gemacht haben.Obwohl die Uhrenmarke Daniel Wellington erst 2011 gegründet worden ist, fällt sie nicht in dieses Raster der zahlengetriebenen Start-Ups; zumindest wenn man der vielfach erzählten Gründungsgeschichte glauben schenken möchte. Selbst wenn die Geschichte. die Gründer Filip Tysander gerne zum besten gibt, hier und da ein bisschen ausgeschmückt sein mag, so versteht er in jedem Fall das Menschen nicht nur ein Produkt kaufen möchten, sondern vor allem an dem Lebensgefühl, welches sie mit dem Produkt verbinden, interessiert sind.

Wer ist Daniel Wellington?

Bevor wir näher auf die Reise eingehen, die Filip Tysander zur Gründung von Daniel Wellington inspirierte, werfen wir erst einmal einen Blick auf seine Anfänge. John Filip Tysander wurde am 25. Januar 1985 in Schweden geboren. Auf das John, eigentlich sein erster Vorname, verzichtet er mittlerweile und deshalb werden wir im folgenden auch nur noch seinen zweiten Vornamen Filip verwenden. Das in Filip Tysander ein Unternehmer steckte, zeigte sich schon früh als er einen Online Shop für Krawatten und Plastikuhren betrieb.

Die Inspiration zur Gründung von Daniel Wellington entstand jedoch eher aus einem Zufall: 2006, mit 22 Jahren, unternahm er eine Reise nach Australien und traf dort einen modebewussten Engländer der ihn nachhaltig beeindruckte. Dessen ganze Erscheinung war von einer zeitlosen Eleganz geprägt. Was Filip Tysander jedoch besonders beeindruckte, war der Zeitmesser der das Handgelenk des Engländers schmückte. Dieser trug eine Rolex Submariner an einem Nato-Armband. Aus heutiger Sicht keine ungewöhnliche Kombination, doch 2006 stellte sie zumindest eine kleine Fashion-Revolution dar.

Fashion Revolution: Rolex Submariner am Nato Band

Um zu verstehen warum der Blick von Filip Tysander an genau dieser Kombination von Uhr und Armband hängen blieb, muss man zunächst beide Komponenten individuell betrachten. Zum einen ist da die Rolex Submariner. Für viele ist sie der Inbegriff einer Taucheruhr. Das erste Modell wurde im Jahr 1953 vorgestellt und auch die aktuelle Modellgeneration nimmt noch deutlich Bezug auf dieses ursprüngliche Design.

Rolex selbst bewirbt sie auf der eigenen Website als „Archetyp der Taucheruhr“ und hat damit sicher nicht ganz Unrecht. Wesentliche Komponenten sind das sogenannte Oyster Gehäuse, welches 1926 von Rolex erfunden wurde und dank des patentierten Systems aus Lünette, Gehäuseboden und Krone, die erste wasserdichte Armbanduhr der Welt ermöglichte. Die wohl offensichtlichsten Erkennungsmerkmale der Rolex Submariner sind die farblich abgehobene Lünette und das Edelstahlband, welches von Rolex selbst auch als Oyster-Band bezeichnet wird. Dieses Band ist, was Verarbeitung und Funktionalität, insbesondere auch was den Verschluss angeht, noch immer Standard wenn es um die allerhöchste Qualitätsstufe geht.

Nach dem kurzen Blick auf die Rolex Submariner wenden wir uns nun dem Nato-Armband zu. Dieses hat seine Ursprünge beim Militär und hat seinen Look vor allem praktischen Gründen zu verdanken. Klassische Armbänder aus Leder haben oft die Schwachstelle bei Stößen oder ähnlicher Beanspruchung, an den Befestigungspunkten zwischen Band und Uhr zu reißen. Um dieses Risiko zu minimieren, wurde das Nato-Armband erfunden, welches durch die Befestigungspunkte der Uhr hindurchgezogen wird, daher auch die Bezeichnung Durchzugs-Armband. Nato-Bänder bestehen heutzutage meist aus Nylon.

Der Engländer den Filip Tysander auf seiner Reise traf, kombinierte also zwei gesellfschaftliche und modische Welten miteinander. Zum einen eine sehr hochpreisige Taucheruhr die wohl nur bei sehr wenigen Trägern ihren Einsatz bei einem echten Tauchgang findet und ein praktisches, sehr günstiges Uhrenarmband, welches seine Ursprünge beim Militär hat. Er befreite die Rolex Submariner damit sinnbildlich aus der Welt von maßgeschneiderten Hemden, Vorstandssitzungen und Champagner-Empfängen.

Sie werden es an dieser Stelle bereits ahnen: der modebewusste Engländer den Filip Tysander auf seiner Reise durch Australien traf, trug den Namen Daniel Wellington. Wer Daniel Wellington tatsächlich ist - eine gut ausgedachte Marketinggeschichte oder ein reales Vorbild, welches Filip Tysander zur Erfindung von Daniel Wellington inspirierte, sei dahingestellt. Klar ist jedoch, dass das Team um Filip Tysander das Marketing-Einmaleins in Perfektion beherrscht.

"Es ist mit unseren Urteilen wie mit unseren Uhren. Keine geht mit der anderen vollkommen gleich, und jeder glaubt doch der seinigen."
Christian Fürchtegott Gellert

2011: Die Geburtsstunde von Daniel Wellington

Es sollten knapp 5 weitere Jahre vergehen bis zur Gründung von Daniel Wellington. Nach Abschluss seines BWL-Studiums an der Universität von Uppsala, investierte Filip Tysander circa einen Betrag von 20.000€, den er durch seine vorherigen Unternehmen verdient hatte, in die Gründung von Daniel Wellington und eine einzigartige Erfolgsgeschichte nahm ihren Lauf. Egal auf welches Teil des Globus man sich befindet, ob man „DW watches“ im angelsächsischen Raum sagt oder „Daniel Wellington relojes“ in Spanien – mit über 3 Millionen verkauften Einheiten jährlich mit 6.000 Partner-Shops in 75 Ländern ist die Marke Daniel Wellington mittlerweile über den ganzen Globus hinweg ein Begriff, wenn es um elegante, zeitlose Uhren zu bezahlbaren Preisen geht.

Vergleichen mit dem kometenhaften Aufstieg den die Firma vollzog, waren die Anfänge vergleichsweise bescheiden. In einem Interview mit dem Medium Veckans Affärer erzählt Filip Tysander von dem eher handgestrickten Beginn: „Ich habe mit einem kleinen Online-Shop begonnen und das Logo selber in Photoshop entworfen. Dann habe ich die Designs an eine Fabrik in China gesendet, die die Nato Armbänder hergestellt hat“. Haben sich die Dimensionen der Firma Daniel Wellington AB, so der offizielle Name, auch geändert, so ist eines gleichgeblieben: Der Hauptfirmensitz befindet sich nach wie vor in Schweden, in Stockholm um genauer zu sein. Insgesamt arbeiten heute über 100 Mitarbeiter für die Firma an mehreren Standorten, darunter beispielsweise Dubai.

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Filip Tysander – ein Selfmade Multimillionär

Anders als viele Gründer die versuchen die Firma nach kurzer Zeit in Bares zu verwandeln, ist Filip Tysander nach wie vor alleiniger Eigentümer von Daniel Wellington AB. Und dieses Durchhaltevermögen hat sich für ihn ausgezahlt. Auf der Liste der reichsten Schweden belegte er 2016 mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde schwedischer Kronen (circa 100 Millionen Euro) den 173. Platz. Und das gerade einmal 5 Jahre nach der Gründung.

Auch privat lebt der heute 33-Jährige auf der Überholspur und erwarb für kolportierte 12,8 Mio USD das teuerste Appartement in Stockholm mit einer Fläche von 418 Quadratmetern. Angesichts dessen, dass er die Firma quasi aus dem Nichts geschaffen hat und der Erfolg selfmade ist, hat er sich diesen exklusiven Rückzugsort in jedem Fall verdient. Das Image des Selfmade-Multimillionärs kultiviert er auch öffentlich, in dem er die Lehren des Autors Malcolm Gladwell als eine seiner Leitlinien angibt.

In seinem Buch „Überflieger: Warum manche Menschen erfolgreich sind – und andere nicht“ berichtet der kanadische Autor Malcolm Gladwell, dass harte Arbeit eine der Grundvoraussetzungen für große Erfolge ist. Selbst unbestrittene Genies wie der Komponist Mozart haben erst einmal 10.000 Stunden harte Arbeit investiert, bevor sie den großen Durchbruch geschafft haben. Rückblickend gesehen waren der Krawatten-Shop sowie der Plastikuhren-Shop, die Filip Tysander vor der Gründung von Daniel Wellington betrieben hat, wahrscheinlich ein grundlegender Pfeiler für seinen späteren durchschlagenden Erfolg.

Neben harter Arbeit und unternehmerischem Geschick, gehört bei so einer einzigartigen Gründungsgeschichte wie die des jungen Schweden Filip Tysander, dem Erfinder von Daniel Wellington, sicher auch immer eine gehörige Portion Glück und das richtige Timing dazu. Und ein Gespür für das richtige Timing hatte er mit der Gründung von Daniel Wellington zweifelsohne. Nach der weltweiten Finanzkrise 2008 war der Uhrenmarkt stark geschrumpft und kam 2009 auf ein Volumen von lediglich 3,7 Milliarden Euro. Nach einem kontinuierlichen Aufschwung ist der Markt 2014 wieder auf 5 Milliarden Euro angewachsen.

Selbst Schreckgespenster die den traditionellen Uhrenmarkt zeitweise bedrohen zu schienen wie die Apple Watch, konnten nicht für einen Rückgang der Verkäufe von traditionellen Uhren sorgen. Und genau in diese Wachstumsphase fiel die Gründung von Daniel Wellington und Filip Tysander gab der konsumorientierten Zielgruppe der Millenials somit das wonach sie suchten: eine bezahlbare Uhr mit modernem aber elegantem Design die zu allen Anlässen passt.

Daniel Wellington in Zahlen

Kommen wir nach der blumigen Entwicklungsgeschichte und dem kometenhaften Aufstieg der Uhrenmarke Daniel Wellington zu den harten Fakten. Wie erfolgreich ist Daniel Wellington tatsächlich und wie drückt sich das in den relevanten Kennziffern Umsatz und Gewinn aus? Beginnen wir zunächst beim Umsatz. 2014 hatte die Firma hinter der Uhrenmarke Daniel Wellington einen Umsatz von circa 70 Millionen US Dollar erwirtschaftet, was in Euro knapp 60 Millionen entspricht. Bedenkt man, dass die Firma erst 2011 gegründet wurde, ist dies ein sehr imposantes Wachstum. In Stückzahlen umgerechnet sind das jährlich knapp über eine Millionen Einheiten, die 2014 weltweit von Daniel Wellington Uhren abgesetzt wurden.

Doch die Wachstumskurve hielt bzw. hält auch in den Folgejahren an. 2015 lag der Umsatz bei knapp über 155 Millionen Euro und 2016 wurde mit knapp über 180 Millionen Euro abermals ein neues Spitzenergebnis erzielt. Legt man zugrunde, dass mit 60 Millionen Euro Umsatz über eine Millionen Uhren verkauft werden konnten, so dürften in 2016 über 3 Millionen Uhren über die weltweiten Ladentheken gewandert sein. Nicht nur die Umsatzzahlen beeindrucken, auch hinsichtlich des Gewinns wird schnell klar, dass Uhren ein hoch lukratives Geschäft sein können. Experten sprechen von circa 50% Marge, was in 2016 einen knapp dreistelligen Millionenbetrag in die Kasse von Filip Tysander gespült haben dürfte.

Mit diesen imposanten Kennzahlen hat sich Filip Tysander, der Erfinder von Daniel Wellington, ein Imperium an seinem Firmensitz in Stockholm aufgebaut. Und dieser Erfolg von Daniel Wellington setzt ihn auch an die Spitze der am schnellsten wachsenden Unternehmen in Europa, die sich in Privatbesitz befinden. Über einen Zeitraum von 3 Jahren hat er bis 2015 ein Wachstum von sagenhaften 4.659% erzielt. Das Daniel Wellington eine Erfolgsstory ist, wäre angesichts dieser Kennzahlen noch bescheiden ausgedrückt. Eine bemerkenswerte Randnotiz ist dabei, dass die Herkunft der Marke Daniel Wellington in Schweden liegt und nicht etwa in den Start-Up Hochburgen London oder Berlin.

Daniel Wellington Marketing und Vertrieb

Neben Produkten die den Nerv der Zielgruppe treffen, hat der Daniel Wellington-Erfinder Filip Tysander auch beim Marketing neue Wege beschritten. Als einer der ersten hat er die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke erkannt um seinem Produkt, mit vergleichsweise bescheidenen Marketingausgaben, zu einer globalen Reichweite zu verhelfen. 

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Das sogenannte Influencer Marketing, welches Daniel Wellington als eine der ersten Marken konsequent verfolgt hat, hat zudem auch für eine Abgrenzung zu den traditionellen, in den Augen der Zielgruppe verstaubten, Uhrenmarken geführt. Beim Influencer Marketing werden Privatpersonen die über eine überdurchschnittliche Reichweite auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder Snapchat verfügen, kostenfrei Produkte zugeschickt, in der Hoffnung dass diese darüber berichten.

Die Anhängerschaft dieser Social Influencer wiederum empfindet diese Produktempfehlung von Privatpersonen deutlich glaubwürdiger, als wenn diese von der Marke selber stammen würde. Hervorzuheben ist hier, dass insbesondere in der Startphase eher auf eine Vielzahl kleinerer Social Influencer gesetzt wurde, als auf einige wenige mit einer überproportional hohen Reichweite. Damit war die Firma hinter Daniel Wellington auch bei der Werbung Vorreiter, denn heute ist man allgemein zu der Einsicht gekommen dass sogenannte Mikro-Influencer in Summe glaubwürdiger sind, da deren Kanäle nicht so mit Werbebotschaften übersät sind, wie bei den Reichweitenspitzenreitern.

Kendall Jenner verhilft Daniel Wellington zu Reichweiten-Boost

Die enorme Reichweite die sich Daniel Wellington durch diese Form der Werbung aufgebaut hat, lässt sich auch hervorragend an den eigenen Social Media Kanälen ablesen. So haben 3,4 Millionen Menschen Daniel Wellington auf Instagram abonniert und auf Facebook sind es knapp unter 1 Million Likes. Mittlerweile setzt Daniel Wellington aber nicht mehr nur auf kleinere Social Influencer sondern kooperiert auch mit Stars wie beispielsweise Kendall Jenner, die Markenbotschafterin für die DW Classic Petite Kollektion ist.

Mit der Angehörigen des Kardashian-Clans ist Daniel Wellington eine Kooperation gelungen, die als echter Coup bezeichnet werden kann. Kendall Jenner ist ein absolutes Idol bei den Millenials und besitzt eine Reichweite von der internationale Firmen nur träumen können: über 83 Millionen Abonnements auf Instagram sprechen eine eindeutige Sprache. Posts bei denen sie eine der Uhren aus der Kollektion zur Schau stellt, erhalten regelmäßig über 2 Millionen Likes.

Dass diese Reichweite nicht ganz günstig ist dürfte klar sein - Branchenkenner reden von über 250.000 US Dollar die Kendall Jenner pro Instagram Post verlangt. Damit dürfte man sich in etwas ausrechnen können, was die Verpflichtung von Kendall Jenner als Daniel Wellington Markenbotschafterin  gekostet haben dürfte. In jedem Fall ist es ein Beleg dafür, dass Daniel Wellington bei der Werbung in der Liga der ganz großen Marken angekommen ist.

Instagram Beitrag von Kendall Jenner in dem die Uhr Classic Petite Bondi präsentiert wird

Daniel Wellington Vertrieb: Unkonventionell und erfolgreich

Nicht nur bei der Werbung, sondern auch beim Vertrieb geht Daniel Wellington unkonventionelle Wege. Traditionell wird bei dem Verkauf von Uhren, insbesondere von Luxusuhren wie Rolex oder Breitling, stets versucht eine Exklusivität zu erzeugen. Der Käufer soll mit dem Erwerb des Zeitmessers gefühlt in einen geschlossenen Kreis eintreten. Aufgrund dessen betreiben viele Marken der Oberklasse eigene Stores, sogenannte Brand Stores, in denen sie das Markenerlebnis perfekt kontrollieren können. Doch diese Vertriebsart findet sich nicht nur bei der Luxusklasse, auch Marken wie Diesel oder Swatch versuchen weitestgehend über exklusive Verkaufsflächen den Kunden an ihrer Markenwelt teilhaben zu lassen.

Daniel Wellington Modell Classic Cambridge in Silber

Daniel Wellington mit Tricolore Nato-Strao: Die Classic Cambridge
Quelle: Pressematerial Daniel Wellington
Der Vertrieb von Daniel Wellington folgt einer komplett entgegengesetzten Strategie. Hier geht es darum die Zielgruppe möglichst dort zu erreichen wo sie sich befindet. Man findet Uhren von Daniel Wellington in kleinen Boutiquen, bei großen Retailern, in Supermarktketten und in Fachgeschäften; kurzum überall dort wo der Ladenbesitzer eine Kooperation mit Daniel Wellington eingehen möchte. Diese Nähe zu der Zielgruppe von Daniel Wellington bei Vertrieb und Werbung, ist sicher ein wesentlicher Erfolgsfaktor und hätte definitiv ein Kapitel im Marketing-Wiki von Daniel Wellington verdient.Ein besonders gutes Beispiel ist auch die Kampagne #DWMoments von Daniel Wellington auf Instagram. Hier werden Kunden dazu aufgefordert ihren ganz persönlichen Moment mit der Uhr zu posten, die besten Bilder werden ausgewählt und anschließend auf dem offiziellen Daniel Wellington Instagram Account gepostet. Daniel Wellington versucht mit diesem Ansatz Teil des Lebens ihrer Zielgruppe zu sein und legt die Ausgestaltung der eigenen Marke in die Hände ihrer Follower.

Daniel Wellington: Design, Technik und Materialien

Möchte man sich dem Design von Daniel Wellington Uhren nähern, lohnt sich ein Ausflug in die Modewelt. Denn Daniel Wellington Uhren werden auch als "preppy watches" bzw. "preppy Uhren" tituliert. Und ebendieser Begriff hat seinen Ursprung in der Modewelt. Der Begriff an sich stammt von dem englischen Wort „preparatory school“, was wiederum eine renommierte weiterführende Schule bezeichnet.

Die Abkürzung Preppy (in anderen Schreibweisen auch Preppie oder Prep) wiederum bezeichnet Absolventen ebendieser Schulen, die meist der konservativen, gehobenen Schicht angehören. Würde man dieser Bevölkerungsgruppe weniger wohlgesonnen gegenüberstehen, könnte man sie durchaus auch als Snobs bezeichnen. Heutzutage sind Menschen die einen „preppy“ Dresscode pflegen nicht mehr zwangsweise dieser gesellschaftlichen Klasse zugehörig. Wie so oft hat der Modetrend gesellschaftliche Grenzen überschritten.

Preppy-Vorbilder für Daniel Welington

Die Grundzüge von Preppy-Mode enthalten Elemente wie Polohemden, Blaser im Schuluniform-Look, Chinohosen sowie Button-down-Hemden. Hinsichtlich Accessoires sind beispielsweise Hornbrillen sowie schmale Gürtel essentielle Styling-Elemente. Selgelsportmode im Allgemeinen kann ebenfalls ein großer Einfluss auf den Preppy-Style zugeschrieben werden. Marken die dem Preppy-Stil zuzurechnen sind, sind beispielweise Lacoste, Tommy Hilfiger sowie Ralph Lauren. Von dieser Designsprache hat sich Filip Tysander beim Design der Daniel Wellington Uhren zweifelsohne auch inspirieren lassen.

Daniel Wellington: Klares Uhrendesign und zeitlose Eleganz

Daniel Wellington Uhren sind von einem sehr klaren und dezenten Design geprägt. Sie sollen den Kleidungsstil des Trägers komplementieren ohne sich selbst aber in den Vordergrund zu drängen. Alle Uhren der Marke eint das minimalistische Design und die, für modernen Uhren vergleichsweise bescheidenen, Abmessungen. Insbesondere die geringe Gehäusehöhe von nur 6 mm lässt die Uhren sehr elegant wirken und macht sie auch für Träger mit einem geringeren Handgelenkumfang geeignet.

Eine weitere Besonderheit, welche später noch einen separaten Kapitelpunkt gewidmet bekommt, ist die hohe Variabilität der Uhr die durch die wechselbaren Armbänder erreicht wird. Dies macht die Uhren von Daniel Wellington zum perfekten Freizeit- und Business Begleiter.

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Daniel Wellington 40 mm vs 36 mm

Hinsichtlich des Durchmessers, also der Uhrengröße, schlägt Daniel Wellington eher einen klassischen Weg ein. In den letzten Jahren ging der Trend deutlich zu immer größeren Durchmessern, 40 mm galten dabei fast schon als klein. Die Uhren von Daniel Wellington besinnen sich da eher auf klassische Uhren aus dem vergangenen Jahrhundert.

Eine der Ikonen der Dresswatches, die Patek Philippe Calatrava, wurde beispielsweise in den 70er Jahren als Herrenuhr mit 32 mm Durchmesser produziert. Kleinere Uhrengrößen gelten im Allgemeinen als eleganter und weniger aufdringlich. Für Uhrenliebhaber die eigentlich Uhren jenseits der 40 mm bevorzugen, empfehle ich die Größe daher nicht als Ausschlusskriterium beim Kauf einer Daniel Wellington Uhr gelten zu lassen. Natürlich gibt es die Uhren auch noch in kleineren Größen – für Männer bietet Daniel Wellington 40mm, 38mm, 36mm und 34mm an.

Ausschlaggebend für die Wahl der richtigen Uhrengröße, also des Durchmessers, ist stets der Handgelenkumfang. Diesen können Sie ganz einfach mit einem Maßband bestimmen. Den so errechneten Wert multiplizieren sie mit 2,3 und so können sie herausfinden was der richtige Durchmesser für Sie ist. Dies sollten sie jedoch lediglich als Richtwert sehen, am besten lässt es sich natürlich beurteilen ob es bei Ihnen die Daniel Wellington 40 mm oder die 36 mm sein soll, wenn Sie die Uhr am Handgelenk tragen. Untenstehend eine Hilfestellung um bei der Entscheidung Daniel Wellington 40 mm vs 36 mm zu helfen:

  • Handgelenkumfang kleiner/gleich 15cm = 34mm Uhrendurchmesser
  • Handgelenkumfang zwischen 15 und 15,5cm = 36mm Uhrendurchmesser
  • Handgelenkumfang zwischen 16 und 17cm = 38mm Uhrendurchmesser
  • Handgelenkumfang größer 17cm = 40mm Uhrendurchmesser

Daniel Wellington Logo

Das Logo von Daniel Wellington folgt der Designsprache der Uhren und ist ebenfalls schlicht gehalten. Es besteht aus den Initialen der Marke D und W, wobei das D um die eigene Achse horizontal gespiegelt ist. Als Schriftart ist eine Schrift mit Serifen gewählt worden. Serifen sind feine Linien, die die jeweiligen Buchstaben abschließen. Sie sind also ein Fortsatz. Zeitungen verwenden meist Serifen-Schriften, wohingegen in digitalen Medien aufgrund der besseren Lesbarkeit oft serifenlose Schriften verwendet werden.

Ihren Ursprung haben Schriften mit Serifen in der sogenannten Griechischen Lapidarschrift. Damals wurde Schrift noch in Stein gemeißelt und da man einen Ansatzpunkt für den Meißel brauchte, entstanden die Serifen. Die Serifen-Schrift des Daniel Wellington Logos ist somit ein weiteres Detail, welches das elegante und zeitlose Design der Uhren verstärkt.

Das Daniel Wellington Logo ist bei dieser Classic Bristol Uhr gut erkennbar

Die perfekte Dresswatch von Daniel Wellington: Die Classic Bristol
Quelle: Pressematerial Daniel Wellington

Daniel Wellington Materialien

Hinsichtlich der Materialien die für das Uhrengehäuse verwendet werden, setzt Daniel Wellington grundsätzlich auf Edelstahl. Wie bei vielen anderen Uhren- und Schmuckherstellern kommt dabei die Edelstahllegierung 316l zum Einsatz. Optisch kann der Kunde zwischen Daniel Wellington Uhren in Silber und Gold wählen.

Daniel Wellington gold bzw. rosé gold

Die Daniel Wellington Uhren in Gold besitzen wie auch die silbernen Uhren einen Edelstahlkern, sind allerdings mit zwei Beschichtungen überzogen. Die grundlegende Beschichtung besteht aus TiCN was die Abkürzung für Titancarbonitrid ist und eine PVD-Schicht ist. Dies ist ein spezielles Beschichtungsverfahren welches vakuumbasiert ist. Die zweite Beschichtung erfolgt mit Roségold, welches wiederum aus 23-karätigem Gold sowie Kupfer zusammengesetzt ist, wobei letzterer Werkstoff für die Rosé-Farbe sorgt. Der Goldton der Daniel Wellington Uhren ist also grundsätzlich als Roségold zu bezeichnen. Ob man zur Daniel Wellington Uhr in Roségold oder Silber greift ist letztendlich Geschmackssache. Tendenziell wirken silberne Uhren etwas dezenter und Uhren in Gold bzw. Roségold passen eher zu gebräunten/dunkleren Hauttypen.

Daniel Wellington Armbänder

Ein Faktor der sicherlich zur Popularität der Daniel Wellington Uhren beigetragen hat, ist die Möglichkeit die Uhren-Armbänder zu wechseln. Inspiriert von dem modebewussten Engländer, den der Gründer Filip Tysander während seiner Australienreise getroffen hat, hat er auch bei seiner eigenen Uhrenkollektion erkannt, dass ein Band eine Uhr in einen komplett neuen Kontext setzen kann. 

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Grundsätzlich bietet Daniel Wellington drei Arten von Uhrenarmbändern an:

  • Mesh-Armband
  • Lederarmband
  • Nato bzw. Stoffband

Mesh-Armband an einer Daniel Wellington Classic Petite Ashfield

Daniel Wellington Mesh-Armband

Mesh-Armbänder oder Milanaise-Armbänder, wie sie in Fachkreisen auch genannt werden, werden aus eng geflochtenem Edelstahl hergestellt. Namensgeber ist die italienische Stadt Mailand, da diese zu früheren Zeiten eine Hochburg bei der Herstellung von Rüstungen war. Das Muster der Mesh-Armbänder erinnert an ebenjene Rüstungen. Mesh-Uhrenarmbänder verleihen dem Zeitmesser ein besonders elegantes Erscheinungsbild und sind insbesondere für festliche Anlässe besonders geeignet. Daniel Wellington bietet zwei Mesh-Armbänder an:

  • Calssic Petite Melrose in Roségold mit einer Armbandbreite von 14mm
  • Classic Petite Sterling in Silber ebenfalls mit 14mm Armbandbreite

Wie der Name nahelegt, sind beide Mesh-Uhrenarmbänder für die Classic Petite Kollektion, eine Damenkollektion deren Uhren einen Durchmesser von 32mm haben und damit als eher klein („petite“) einzustufen sind. Bei dem Kauf von zusätzlichen Armbändern ist darauf zu achten, dass diese die identische Farbe des Uhrengehäuses aufweisen. Eine silberne Uhr mit einem goldenen Mesh-Armband zu kombinieren, dürfte eher in die Kategorie gewagtes Experiment fallen.

Das Daniel Wellington Classic Durham mit Lederarmband ohne Prägung

Die Classic Durham von Daniel Wellington punktet mit schwarzem Ziffernblatt
Quelle: Pressematerial Daniel Wellington

Daniel Wellington Lederarmband

Ebenfalls eher auf den klassischen Look ausgerichtet sind die Daniel Wellington Lederarmbänder. Diese sind aus echtem italienischem Leder und in den Farben hellbraun, mittelbraun, dunkelbraun sowie schwarz erhältlich. Zudem gibt es Ausführungen ohne Prägung sowie mit Krokodil-Prägung bzw. Kroko-Prägung. Bei dem Kauf von einem zusätzlichen Daniel Wellington Lederarmband ist darauf zu achten, dass dieses hinsichtlich des Durchmessers sowie der Farbe der Dornschließe zum Uhrengehäuse passt. So benötigen die Uhren der Classic Serie mit 40 mm Durchmesser beispielsweise ein Lederarmband mit 20mm Armbandbreite, bei Uhren der Dapper Serie mit 38 mm Durchmesser hingegen, wird ein Armband mit 19 mm Breite benötigt.

Das Daniel Wellington Classic Southhampton mit Nato-Strap

Das Damenmodell von Daniel Wellington: Die Classic Southhampton
Quelle: Pressematerial Daniel Wellington

Daniel Wellington Textilband bzw. Stoffband

Der Dritte im Bunde der Daniel Wellington Armbänder ist das Textilband. Dieses wird oft auch als Nato Strap bzw. Stoffband bezeichnet. Seinen Ursprung hat es beim Milität wo diese Art von Uhrenarmbändern eingesetzt wurde, da sie die Uhr besonders sicher am Handgelenk des Trägers hält. Heutzutage sind es selbstverständlich eher modische Gründe die für den Kauf eines Daniel Wellington Textilarmbands sprechen.

Anders als das Mesh-Armband und das Lederarmband sorgt das Stoffband eher für einen sportlichen Look und ist daher der ideale Begleiter für Freizeitaktivitäten. Diese Form von Straps ist zudem deutlich robuster als bspw. ein Lederarmband da weniger anfällig gegen die Einwirkungen von Sonne oder Wasser. Die Daniel Wellington Stoffbänder gibt es in den verschiedensten Farbkombinationen, besonders beliebt ist bei Männern die blau/grün/blau-Variante sowie die weiß/blau/weiß-Variante.

Bei Damen hingegen ist die blau/rosa/blau bzw. die um zwei weiße Farbstreifen ergänzte Variante besonders beliebt. Bei den Herrenuhren ist die Kombination der Daniel Wellington Stoffstraps lediglich für die Classic-Collection vorgesehen, bei den Damenuhren für die Classic- sowie die Classy-Kollektion. Die deutlich klassischer gehaltenen Dapper- sowie Classic Petite-Kollektionen sollen, so sehen es jedenfalls die Designer von Daniel Wellington vor, lediglich mit dem Mesh-Armband sowie dem Lederarmband getragen werden.

Daniel Wellington Armband kaufen

Die Daniel Wellington Uhrenarmbänder können auch unabhängig von der Uhr selber gekauft werden. Auf der Website des Herstellers findet sich zudem ein Selektor der einem die passenden Armbänder zur eigenen Uhr vorschlägt. Wie im vorigen Abschnitt bereits erwähnt, ist hier Durchmesser und Material der Uhr zu beachten. Aus meiner Sicht lohnt es sich ein zweiten Daniel Wellington Armband zu kaufen, denn dadurch kann man ein und dieselbe Uhr zu zwei völlig unterschiedlichen Anlässen tragen.

Mit dem Stoffarmband beispielsweise ist die Uhr perfekt zum Grillen und mit dem Lederarmband fürs Büro. Die Länge bzw. Größe von Daniel Wellington Armbändern lässt sich im übrigen bei allen Armbandtypen stets stufenlos einstellen. Und mit einer Armbandlänge von 21 cm sind Daniel Wellington Armbänder selbst für große Handgelenke passend.

Daniel Wellington Band wechseln

Nach der Vorstellung der drei verschiedenen Band-Typen und der Antwort auf die Frage wo man die Daniel Wellington Wechselbänder kaufen kann, widmen wir uns nun dem Austausch der Armbänder. Dies geht zum Glück sehr einfach um man braucht kein besonderes handwerkliches Geschick um die Daniel Wellington Armbänder zu tauschen. Alle Daniel Wellington Uhren werden mit einem kleinen Werkzeug geliefert, welches das Wechseln der Armbänder erleichtert. Sollten Sie dieses Werkzeug nicht zur Hand haben, können Sie als Alternative auch eine umgebogene Büroklammer verwenden. So erfolgt beispielsweise das Tauschen des Daniel Wellington Nato-Armands zum Lederarmband:

  1. Entfernen Sie zunächst das Nato-Armband indem sie es einfach durch die Uhr ziehen.
  2. Entfernen Sie anschließend die Stege von der Armbandhalterung, indem Sie mit dem mitgelieferten Werkzeug das bewegliche Ende des Stegs zusammendrücken und diesen anschließend mühelos entfernen können.
  3. Führen Sie im nächsten Schritt den Steg durch die kleine Öffnung am Anfang des Lederbands.
  4. Setzen Sie das Armband wieder in die Uhrenhalterung ein, indem Sie zuerst ein Ende des Stegs in die Vertiefung führen und anschließend beim anderen Ende den flexiblen Teil des Stegs leicht zusammendrücken, bis dieser in die zweite Vertiefung einrastet.
  5. Wiederholen Sie die Schritte für die andere Seite und fertig: So einfach kann man ein Daniel Wellington Armband tauschen.

Die Anleitung zum Tauschen vom Daniel Wellington Nato-Armband zum Lederband sehen Sie auch noch einmal im folgenden Video

Möchten Sie Ihr Daniel Wellington Band von Nato zu einem anderen Anto-Band wechseln gibt es auch hier eine Video-Anleitung:

Daniel Wellington Technik

Im Folgenden Kapitel stellen wir die Ausstattung und Technik der Daniel Wellington Uhren auf den Prüfstand. Beginnen wir zunächst mit dem Uhrenglas, also jenem Teil der Uhr, der das Ziffernblatt und die Zeiger vor Fremdeinwirkungen schützt. Im Falle von Daniel Wellington handelt es sich hier um gehärtetes Mineralglas. Dies ist ein Kristallglas welches in seinem Aufbau den Quarzen ähnlich ist. Im Vergleich zum teureren Saphirglas ist es anfälliger für Kratzer und Brüche.

Dass in Daniel Wellington Uhren kein Saphirglas verbaut ist, ist angesichts des Preispunkts der Uhren durchaus nachvollziehbar. Bei Kratzern auf dem Daniel Wellington-Uhrglas empfiehlt sich der Austausch des Glases. Es gibt zwar auch die Möglichkeit die Kratzer durch Schleifen und Polieren zu entfernen, damit jedoch die Optik erhalten bleibt, sollte dies durch einen Fachmann erfolgen. Ein Ersatzglas für die Daniel Wellington Uhr ist daher wirtschaftlich betrachtet die sinnvollere Investition, als die kostbare Zeit eines Uhrmachers in Anspruch zu nehmen. Ein Ersatzglas für Daniel Wellington Uhren habend die meisten Uhrmacher vorrätig und können es auch umgehend einsetzen.

Daniel Wellington: Wasserdicht bis 3 ATM

Die Uhren von Daniel Wellington sind als wasserdicht bzw. wasserfest zu bezeichnen. Laut offiziellen Angaben des Herstellers beträgt die Wasserdichtigkeit 3 ATM. Übersetzt in einfaches Vokabular bedeutet dies, dass die Uhren einen Druck von 3 bar aushalten, was einer Wassersäule von 30 Metern entspricht. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Uhren für den Einsatz für längere Zeit unter Wasser konzipiert sind. Ratgeber stufen diese 3 ATM Klassifzierung als Schutz gegen Spritzwasser ein, mit dem Hinweis dass dauerhafter Wasserkontakt vermieden werden sollte. Grundsätzlich sind Daniel Wellington Uhren also wasserfest, jedoch eher für den Alltag und nicht für Schwimm- oder Tauchgänge konzipiert

Das Damenmodell von Daniel Wellington: Die Classic Southhampton

Wo werden Daniel Wellington Uhren hergestellt?
Der Kopf hinter Daniel Wellington ist ein Schwede, stammen die Uhren auch aus dem Land von Ikea und Volvo?

Zum Artikel: Wo werden Daniel Wellington Uhren hergestellt

Daniel Wellington Uhrwerk

Kommen wir nun zum Herzstück einer jeden Uhr: dem Uhrwerk. Alle Daniel Wellington Uhren sind Quarzuhren. Quarzuhren zeichnen sich durch eine hohe Zuverlässigkeit und geringe Wartungskosten aus und sind vor allem für modische Zeitmesser geeignet. Ein Vorteil der Quarz-Armbanduhren sind die geringen Wartungskosten. So muss lediglich die Batterie ersetzt werden, ansonsten müssen keine mechanischen Teile der Uhr bei der Wartung berücksichtigt werden.

Wie auch bei allen anderen Quarzuhren hat der in der Daniel Wellington schwingende Quarz eine Frequenz von 32.768 Hz. Diese Eigenschaft des Kristalls macht man sich zu Nutze, indem man die Schwingung auf die Zeiger überträgt. Den Durchbruch schafften Quarzuhren in Europa ab circa 1975 als die Preise rapide sanken und weit billiger als mechanische Uhren wurden. Dieser Siegeszug der Quarzuhren brachte auch den Niedergang vieler traditioneller Uhrenhersteller mit sich. Im Inneren der Daniel Wellington Quarzuhr arbeitet ein Uhrwerk des japanischen Herstellers Miyota.

Miyota ist Teil der Citizen Unternehmensgruppe und weltweit ein sehr renommierter Hersteller von Quarzuhrwerken. Das Uhrwerk in Daniel Wellington Uhren ist demnach nicht als außergewöhnlich hochwertig einzustufen, aber es erfüllt alle Anforderungen der Käufer: Es ist genau, robust und passt dank der flachen Bauweise hervorragend in das minimalistische Gehäuse.

Daniel Wellington Zubehör

Neben Uhren bietet Daniel Wellington auch Zubehör, bzw. Accessoires wie sie auf der offiziellen Firmenwebsite bezeichnet werden an: Zum einen den Armring Classic Cuff der in den Farben Gold und Silber verfügbar ist. Wie auch bei den Uhren ist dieser ebenfalls minimalistisch gehaltene Armreif in zwei Größen erhältlich, einmal in L mit 180 mm und einmal in S mit 155 mm Umfang. Neben dem Armreif gibt es darüber hinaus einen Anstecker in Herzform, der die offizielle Bezeichnung Classic Charm trägt und zu allen Uhren mit Lederarmband kombiniert werden kann. Der Anstecker mit einem Durchmesser von 5 mm wird einfach durch die vorgestanzten Löcher des Lederarmbands angebracht.

Daniel Wellington Classic Cuff in Roségold

Mit dem Classic Cuff hat Daniel Wellington auch Accessoires im Angebot
Quelle: Pressematerial Daniel Wellington

Daniel Wellington Uhren mit Gravur

Wie bei vielen Schmuckstücken sind auch Käufer von Daniel Wellington Uhren auf der Suche nach einer Möglichkeit die Uhr durch eine Gravur zu individualisieren. Daniel Wellington selber bietet nicht die Möglichkeit einer Gravur in Ihrem Online-Shop. Jedoch bietet eine Vielzahl von Schmuckgeschäften eine Gravur an und so die Möglichkeit eine Daniel Wellington Uhr mit Gravur zu einem ganz persönlichen Geschenk zu machen.

Daniel Wellington Pflege

Hinsichtlich der Uhr selber sind keine besonderen Reinigungshinweise zu beachten. Die Bänder jedoch können Sie bei Bedarf reinigen. Sollten Sie eine Uhr mit Nato-Band haben, so entfernen Sie dies zunächst vom Uhrengehäuse und reinigen es anschließend unter fließendem Wasser mit Seife. Bei der Reinigung des Daniel Wellington Lederarmbands sollten Sie behutsamer vorgehen. Grundsätzlich ist hier jeglicher Kontakt mit Wasser zu vermeiden, da dieses das Armband austrocknet und es so beschädigen könnte. Sollten Sie das Daniel Wellington Armband aus Leder dennoch reinigen wollen, so erwerben Sie bitte im lokalen Uhrenfachgeschäft ein spezielles Lederreinigungsprodukt.

Daniel Wellington Uhrenkollektionen

Nach der detaillierten Vorstellung der Gründungsgeschichte von Daniel Wellington sowie den wichtigsten Informationen zu Design und Materialien gelangen wir nun zu einer übersichtlichen Vorstellung der Modellpalette. Hiermit möchten wir Ihnen die Frage beantworten „Welche Daniel Wellington Uhr passt zu mir?“.

Daniel Wellington Classic Black Herrenuhr

What strap will you wear next? (Photo via @kristinrosedavis) #DanielWellington

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Daniel Wellington Kollektionen für Männer

Für Männer bietet Daniel Wellington aktuell zwei Kollektionen an: Die Classic Kollektion welche es in Silber und Gold gibt und die in den Größen 38 mm sowie 40 mm erhältlich ist. Die Classic Collection hat lediglich Striche um dem Träger die Stunden anzuzeigen. Damit ist das Ziffernblatt sehr klar und minimalistisch gestaltet. Die Classic ist somit der perfekte Allrounder und ist sowohl für den Business Look als auch für den Freizeit Look bestens geeignet.

Die zweite Kollektion die Daniel Wellington für Herren im Programm hat ist die Dapper-Linie. Diese ist deutlich sichtbar als Dresswatch konzipiert, also als Uhr die vorrangig zu Businessoutfits kombiniert wird. Dies zeigt sich zum einen an der Größenauswahl (38 mm bzw. 34 mm) sowie der Gestaltung des Ziffernblatts. Die Stunden sind hier im Gegensatz zur Daniel Wellington Classic-Serie durch römische Ziffern gekennzeichnet. Zudem sind diese auf einem Innenring angeordnet, was den klassischen Look der Uhr unterstreicht. Highlight der Dapper-Kollektion sind die blauen Zeiger die für einen schönen farblichen Kontrast sorgen.

Daniel Wellington Kollektionen für Damen

Für Damen ist die Uhrenauswahl bei Daniel Wellington deutlich breiter als für Männer. Neben der Classic-Serie und der Dapper-Serie können uhrenbegeisterte Frauen zudem aus der Classy-Serie sowie der Classic Petite Kollektion wählen.

Die Classic Petite Serie ist optisch stark an die Classic Serie angelehnt, ist mit einem Durchmesser von 32 mm jedoch deutlich kleiner als die 36 mm bzw. 40 mm der Herren Classic-Serie. Zudem ist das Ziffernblatt der Classic Petite Serie reduzierter gestaltet, da die 10-Minuten-Abstände zwischen den Stunden nicht durch Striche gekennzeichnet sind. Eine weitere Besonderheit der Classic Petite Serie ist die breitere Auswahl an Armbändern, so stehen ein weißes Lederarmband sowie Mesh-Armbänder in den Farbtönen Roségold sowie Silber zur Auswahl.

Die Classy-Serie für Damen von Daniel Wellington ist deutlich verspielter und hat Swarovski-Kristalle als Stundenmarkierungen. Zudem kann man hier zwischen den Größen 26 mm und 34 mm wählen, so dass diese Uhr auch für Jugendliche geeignet ist.

Welche Daniel Wellington Uhr passt zu mir?

Um eine Hilfestellung auf die Fragestellung zu geben welches die passende Daniel Wellington Uhr ist, im Folgenden eine kurze persönliche Einschätzung. Die Classic-Serie bzw. für Frauen die Classic Petite Kollektion ist für mich der beste Allrounder. Diese Uhr ist passend zu allen Anlässen und kann mit dem sportlichen Nato-Band sowie dem klassischen Lederband kombiniert werden.

Nahaufnahme einer Mesh-Struktur

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Ist man auf der Suche nach einer Uhr die man vor allem zu beruflichen Anlässen trägt, dann ist meine Empfehlung der Griff zur Dapper-Kollektion. Die Classy-Serie ist eher eine modische Uhr die je nach Trägerin aber auch durchaus Qualitäten zur Allrounder-Uhr besitzt.

Daniel Wellington beliebteste Uhren für Herren

Daniel Wellington Classic Black

Eine Daniel Wellington Herrenuhr die sich besonders großer Beliebtheit erfreut ist das Modell Classic Black. Dieses Modell der Classic-Kollektion ist in Silber und Gold verfügbar und weist ein schwarzes Zifferblatt auf. Eine Daniel Wellington „all black“ Version existiert nicht, das heißt ein Kontrast zwischen den Indizes und dem Ziffernblatt ist aufgrund der silbernen bzw. goldenen Farbakzente stets vorhanden. Die Classic Black Kollektion ist in den Größen 36 mm und 40 mm erhältlich und kann sowohl mit einem Lederarmband als auch mit einem Nato-Strap kombiniert werden.

Die Classic York aus der Daniel Wellington Classic Black-Serie

Die Classic York von Daniel Wellington, eine Dresswatch für unter 200€
Quelle: Pressematerial Daniel Wellington

Daniel Wellington Sheffield

Ein weiteres sehr beliebtes Uhrenmodell von Daniel Wellington für Männer ist die Classic Sheffield Uhr. Diese Uhr der Classic-Kollektion mit weißem Zifferblatt, sticht durch ihr schwarzes, glattes Lederarmband hervor und ist somit der perfekte Business-Begleiter.

Daniel Wellington St Mawes (früher St Andrews)

Black or White? #danielwellington #36mm #stmawes

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Daniel Wellington beliebteste Damenuhren

Daniel Wellington St Andrews (heute St Mawes)

Neben der Classic Petite Kollektion die sich stark wachsender Beliebtheit erfreut, ist bei Daniel Wellington Uhren für Damen vor allem das Modell St Andrews beliebt. Dieses wurde mittlerweile umbenannt und fungiert aktuell unter der Bezeichnung St Mawes. Die Uhr der St Mawes Serie gibt es sowohl mit weißem als auch schwarzem Ziffernblatt und ist ein Teil der Classic-Kollektion. Kennzeichnendes Merkmal ist das mittelbraune glatte Lederarmband, welches der Daniel Wellington Damenuhr einen besonders hochwertigen Look verleiht.

Daniel Wellington Erfahrungen

Die Erfahrungen der Käufer mit Daniel Wellington Uhren sind im Allgemeinen als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Bei Amazon beispielsweise wird das Classic-Modell mit 4,3 von 5 Sternen bewertet. Die wenigen negativen Rezensionen bemängeln ein Plagiat beim Kauf erhalten zu haben, was allerdings am Amazon Verkäufer liegt und nicht in den Machtbereich von Daniel Wellington selber fällt.

Zudem gibt es Käufer bei denen die Uhr bereits nach kurzer Zeit nicht mehr funktioniert. Dies kann selbstverständlich bei allen technischen Geräten vorkommen, ist bei so einem zuverlässigen und millionenfach erprobten Uhrwerk aber derfinitiv eher die Ausnahme. Darüber hinaus finden sich Stimmen im Internet die beanstanden, dass das Uhrenglas anfällig für Kratzer sei. Da es sich wie beim Technik-Check erwähnt hier um Mineralglas handelt und nicht wie bei Luxusuhren um Saphirglas, ist dies ein logisches Resultat. Allerdings ist bei der Preisklasse, in der sich die Daniel Wellington Uhren befinden, auch kein Saphirglas zu erwarten.

Daniel Wellington Qualität

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man bei Daniel Wellington Uhren von einer guten bis sehr guten Qualität sprechen kann. Die Bauteile sind der Preiskategorie der Uhr angemessen und die Materialien erprobt und strapazierfähig. Hält man sich die reinen Herstellungskosten vor Augen, betragen diese selbstverständlich nur einen Bruchteil des Verkaufspreises. Auf der anderen Seite gilt es aber auch festzuhalten, dass man für unter 200€ zweifelsohne einen sehr eleganten Zeitmesser erwirbt, der von einer aufstrebenden Uhren- und Lifestylemarke stammt. Vom Kauf von sogenannten Fakes bzw. Plagiaten würde ich abraten, da diese meist deutlich günstigere Bauteile verwenden und das Design oftmals mehr schlecht als recht kopieren.

In dem untenstehenden Video finden Sie eine Review zu den Daniel Wellington Uhren, in der ebenfalls das schlanke minimalistische Design positive Erwähnung findet.

Daniel Wellington kaufen

Daniel Wellington Uhren kann man weltweit in zahlreichen Läden kaufen oder im offiziellen Online-Shop von Daniel Wellington erwerben. Um zu sehen in welchen örtlichen Fachgeschäften die Daniel Wellington Uhren vorrätig sind, besuchen Sie am besten hier den Store-Locator auf der Unternehmenswebsite.

Ich persönlich empfehle Uhren stets im stationären Handel anzuprobieren, so hat man einerseits die Möglichkeit die Uhr im echten Leben zu betrachten und festzustellen ob sie einem auf den Bildern genauso gut gefällt wie auf den Fotos. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass man die Uhr anprobieren und somit prüfen kann welcher Durchmesser für einen der richtige ist. Da die Uhr tatsächlich sehr schmal und unaufdringlich wirkt, kommt für Käufer die normalerweise 36 mm oder 38 mm bevorzugen, hier vielleicht auch die 40 mm-Variante in Frage. Wo die Uhr dann gekauft wird, im lokalen Fachhandel oder im offiziellen Online-Store ist dann letztendlich Geschmackssache. Die Kundenerfahrungen im Daniel Wellington Online Shop sind ebenfalls als positiv zu bezeichnen.

Fazit

Daniel Wellington haben mit dem minimalistischen Uhrendesign definitiv einen Trend ausgelöst. Die Uhren greifen Bauhaus-Designelemente wieder auf und machen diese dank des günstigen Preises für den Massenmarkt zugänglich. Die Qualität ist als dem Preissegment entsprechend zu bezeichnen, dank der wechselbaren Armbänder sind die Uhren echte Allrounder und sowohl für Freizeit als auch für Business der ideale Begleiter.

Ich persönlich finde die Classic-Serie am schönsten, da sie am konsequentesten die ursprüngliche Designidee verfolgt. Neben der Uhr würde ich definitiv ein Wechselarmband erwerben, da man die Einsatzmöglichkeiten der Uhr somit deutlich erweitern kann.

Quellen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Daniel_Wellington
https://www.dezeen.com/dezeen-watch-store-closure/
http://nordic.businessinsider.com/this-31-year-old-fashion-outsider-has-built-a-watch-empire-in-less-than-5-years-2016-5/
http://nordic.businessinsider.com/swedish-companies-dominate-incs-5000-fastest-growing-private-companies-in-europe---take-half-of-top-10-2017-2/
https://www.danielwellington.com/de/our-story
http://www.vogue.de/mode/mode-news/kendall-jenner-daniel-wellington
https://www.tradegecko.com/blog/from-idea-to-empire-daniel-wellington
https://www.danielwellington.com/de/accessories-cuff-charm/
https://www.va.se/nyheter/2016/12/07/173.-filip-tysander/
https://www.rolex.com/de/watches/submariner/m116610ln-0001.html
https://www.rolex.com/de/watches/rolex-watchmaking/oyster-case.html
https://www.amazon.de/Überflieger-manche-Menschen-erfolgreich-andere/dp/3593388383
http://www.harpersbazaar.co.uk/culture/culture-news/news/a40474/this-is-how-much-the-kardashians-get-paid-for-one-instagram-post/
https://de.wikipedia.org/wiki/Preppy