Werenbach: Maßgeschneiderte Raketenuhren

Würde Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk eine Uhrenmarke gründen, würde man es wohl für das Selbstverständlichste der Welt halten, wenn diese aus Raketenteilen gefertigt wäre. Denn wie kaum ein Anderer hat es der Südafrikaner in den letzten Jahren geschafft, ganze Industrien disruptiv zu verändern: Jahrelang dachte man, dass es nur staatlich geförderte Unternehmen schaffen könnten Menschen und Satelliten ins Weltall zu befördern oder dass es unmöglich sei ein Elektroauto zu bauen, dass Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in Punkto Fahrdynamik überlegen ist. Bis Elon Musk mit seinen Unternehmen kam und die Zweifler eines Besseren belehrte.

Werenbach: Aus dem Weltall in die Schweiz

Ich muss Sie an dieser Stelle enttäuschen, Elon Musk hat keine Uhrenmarke aus der Taufe gehoben. Aber das futuristische Bild welches ich zu Beginn des Artikels gezeichnet habe, entspricht trotzdem der Wahrheit. Es gibt tatsächlich eine Uhrenmarke die ihr Material aus Raketenteilen schöpft. Allerdings kommt diese nicht aus den USA, sondern aus der Heimat der hochwertigen Uhren schlechthin – der Schweiz.

Die Marke, die diese einzigartige Verbindung zwischen dem Weltraum und dem Handgelenk schafft, heißt Werenbach. Namensgeber ist der gleichnamige Bach Werenbach, manchmal auch Wehrenbach geschrieben, der Zürich durchfließt und die Laufstrecke des Werenbach-Gründers Patrick Hohmann säumt. Auf einer dieser Laufausflüge kam dem Gründer im April 2010 die Idee, Uhren aus dem Material einer echten Weltraumrakete herzustellen.

Werenbach-CEO Patrick Hohmann auf dem Ausgangsmaterial seiner Uhren

Patrick Hohmann springt von Rakete

Seit diesem Tag im April vor über 7 Jahren hat sich viel getan, doch bevor ich näher auf die Geschichte und die Kollektionen eingehe, möchte ich Ihnen den neusten Coup aus dem Hause Werenbach vorstellen: Einen Online-Konfigurator (hier der Link zur Konfiguration des B.T.O. Red-Modells), bei dem sich der Kunde sein Zifferblatt mit genau den Gebrauchsspuren und Farbkombinationen aussuchen kann, die seinem ästhetischen Empfinden am meisten entsprechen. Die Zifferblätter stammen aus dem Material von russischen Sojus-Raketen, deren Überreste in der kasachischen Steppe aufgesammelt und anschließend zur Weiterverarbeitung in die Schweiz transportiert werden.

Werenbach Online-Konfigurator: Built-to-Order Edition

Mit diesem Online-Konfigurator gelingt es Werenbach ein weiteres Mal bestehende Trends in der Uhrenbranche zu erkennen und diese logisch weiterzudenken. Ganz konkret sind dies die Trends zu Vintage-Uhren sowie zu limitierten Kleinserien, die dem Käufer das Gefühl geben sollen ein echtes Unikat am Handgelenk zu tragen. Der Online-Konfigurator von Werenbach, vereint beide dieser Trends: Da die Zifferblätter einzigartig sind und jedes einzelne unterschiedliche Farbgebungen und Gebrauchsspuren aufweist, kann sich der Käufer tatsächlich sicher sein, dass seine Uhr mit genau diesem Zifferblatt-Design kein zweites Mal existiert. 

Bei der Farbgebung der Zifferblätter kann der Kunde aus sechs verschiedenen Varianten wählen:

  • Aussenhaut der Rakete: braun/grau sowie olivgrün
  • Raketenlogo: hellblau
  • Motorenverkleidung: senffarben
  • Wartungsluke: gelb
  • Windschutzverkleidung: rot

Zudem stehen 4 verschiedene Uhrenarmbänder zur Auswahl: schwarzes Textilarmband, schwarzes Lederarmband, schwarze Leder/Rubber-Kombination sowie ein weißes Lederarmband.

Hätte ich in der Schule besser aufgepasst könnte ich an dieser Stelle ausrechnen aus wie viele verschiedene Kombinationsmöglichkeiten es gibt. Aber auch ohne weiter in die Mathematik einzutauchen dürfte klar sein, dass die Anzahl der Kombinationsmöglichkeiten sehr, sehr hoch ist – insbesondere da sich hinter den sechs verschiedenen Zifferblättern-Arten ja abermals Unikate verbergen bei dem keines dem anderen gleicht. 

Jedes ein Unikat: Die Zifferblätter für den Werenbach-Konfigurator

Werenbach uhren-Konfigurator

Die Gebrauchsspuren des verwendeten Materials, beispielsweise in Form von Kratzern, greifen den Vintage-Hype auf, dem aktuell viele Uhrenhersteller verfallen sind: Omega beispielsweise mit den Neuauflagen historischer Modelle wie der Seamaster, der Railmaster und natürlich der Omega-Ikone schlechthin: der Speedmaster. Diese Neuauflage von historischen Designs und auch die immensen Preissteigerungen von Vintage-Uhren, zeigen, dass Käufer von Luxusuhren nicht auf der Suche nach einer noch teureren und größeren Uhr sind, sondern etwas „echtes“ wollen, etwas mit Historie, dem man ansieht, dass es vom Leben gezeichnet ist.

Der beste Beleg für diesen Vintage-Trend bei dem Gebrauchsspuren und Abweichungen von der Norm erwünscht sind, sind Omega Speedmaster-Uhren mit sogenannten „tropical dials“, also Zifferblättern, die aufgrund der Sonneneinstrahlung der sie ausgesetzt waren, braun geworden sind. Für Exemplare mit solchen Alterserscheinungen werden auf dem Gebraucht-Uhren-Markt besonders hohe Preise erzielt. Diese Entwicklung hat Werenbach voll und ganz verstanden und anstatt die Zifferblätter ihrer Uhren von den natürlichen Makeln, die der Einsatz im Weltall mit sich bringt, zu befreien, zelebrieren sie diese vermeintlichen Imperfektionen.

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Auch produktionstechnisch gesehen ist der Online-Konfigurator von Werenbach ein geschickter Schachzug. Die Uhren werden erst nach der Konfiguration durch den Kunden zusammengebaut und die Unwägbarkeit in welcher Auflage man produzieren sollte, kann zumindest ein Stück weit umgangen werden. In der Fachsprache wird dieses Prinzip als Built to Order oder kurz B.T.O. bezeichnet. 

"Zeit haben nur diejenigen, die es zu nichts gebracht haben. Und damit haben sie es weiter gebracht als alle anderen."
Giovanni Guareschi
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Uhren und die Luftfahrt: Eine magische Verbindung


Nach der Gegenwart von Werenbach drehen wir nun das virtuelle Rad der Zeit zurück und säumen das bildliche Pferd von der richtigen Seite auf. Dazu beleuchten wir zunächst einmal die Verbindung zwischen Zeitmessern und der Eroberung der Luft. Uhren und der Weltraum bzw. die Luftfahrt hatten schon immer eine magische Verbindung. Man könnte sogar so weit gehen zu behaupten, dass es diese Verbindung war, die den Siegeszug der Armbanduhr beflügelt hat.

Um diese Behauptung zu belegen, müssen wir ins Paris um 1900 zurückreisen. Der Flugzeugpionier Alberto Santos Dumont galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als erfolgreichster Motorflieger der Welt und hielt zahlreiche Bestmarken mit seinen selber konstruierten Fluggeräten. Was ihm jedoch fehlte, war eine Armbanduhr, mit denen er seine, damals noch recht kurzen Flugexperimente, exakt messen konnte. Also bat er seinen Freund Louis Cartier im Jahr 1904 gemeinsam mit ihm eine Uhr zu entwickeln, die für genau diese Zwecke geeignet war. Sie werden es bereits erahnen: Aus dieser Zusammenarbeit resultierte die Cartier Santos, eine der ersten Fliegeruhren der Welt. Und da der „Vater der Luftfahrt“ Alberto Santos Dumont, zu seinen Lebzeiten ein Idol und Trendsetter war, orientierten sich fortan einer Vielzahl von Männern die Uhr zukünftig ebenfalls am Handgelenk zu tragen und nicht mehr, wie bis dahin üblich, auf die Taschenuhr zurückzugreifen.

Knapp 60 Jahre später hatte sowohl die Armbanduhr die Handgelenke von Millionen Menschen weltweit erobert, als auch der Mensch die Tücken der Luftfahrt gemeistert. Im Wettlauf zwischen Russland und den USA galt es ein neues Territorium zu erobern: den Weltall. Diese Eroberung des Weltalls ist eng mit einem Uhrenmodell verknüpft, das, neben den üblichen Verdächtigen aus dem Hause Rolex, wohl eine der populärsten Uhren weltweit ist: Der Omega Speedmaster.

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Die Speedmaster war 1962 sowohl die erste Uhr im Weltraum, als auch 1969 die erste Uhr auf dem Mond. Hier jedoch nicht am Handgelenk von Neil Armstrong, dem ersten Menschen auf dem Mond, sondern an jenem von Buzz Aldrin. Die Uhr von Neil Armstrong wurde als Ersatzteil in der Mondlandefähre zurückgelassen, da deren Uhr kaputt gegangen war. Ein Jahr später, 1970, kam der Speedmaster erneut eine wichtige Rolle zu: Bei der Rettungsmission der Apollo 13, wurden die Zeitmesser zur Navigation eingesetzt, da fast alle Bordsysteme ausgefallen waren.

Omega Speedmaster: Die erste Uhr im Weltall

Ohne die Geschichtsstunde an dieser Stelle unnötig in die Länge zu ziehen, wird mit diesen beiden bedeutenden historischen Uhrenmodellen klar, dass seit jeher eine magische Verbindung zwischen Uhren und der Luftfahrt bzw. dem Weltraum herrscht. Werenbach-Gründer und CEO Patrick Hohmann bezeichnet die Omega Speedmaster im Übrigen auch als seine Lieblingsuhr.

Die Anfänge der Werenbach Raketenuhr

Knapp zwei Jahre nach jener Joggingrunde bei der Werenbach CEO Patrick Hohmann zur Gründung inspiriert wurde, war es dann endlich so weit. Sein Plan nahm Formen an und er reiste nach Kasachstan um das Material russischer Sojus-Raketen einzusammeln. Hört sich dieser Plan bereits auf dem Papier abenteuerlich an, so viel herausfordernder war dieser noch in der Realität. Doch bereits im Dezember, in Verbindung mit einer zweiten Reise nach Kasachstan, war der Deal dann unter Dach und Fach. Das Team um Patrick Hohmann bekam die Erlaubnis die Teile des kommenden Raketenstarts einzusammeln und diese, mit dem Ziel aus dem Material Uhren zu produzieren, in die Schweiz zu transportieren.

Ein spektakulärer Anblick: Der Transport des Werenbach-Raketenmaterials

Transport des Werenbach Ausgangsmaterials

Der Raketenstart der das Grundmaterial für die zukünftigen Werenbach-Uhren liefern sollte, fand ebenfalls im Dezember 2012 statt und im Januar 2013 schließlich erreichte der LKW, vollgeladen mit „Raketenschrott“, sein Ziel in der Schweiz. Kurz danach erfolgte dann die Firmengründung der Werenbach AG, so dass auch von offizieller Seite nichts mehr im Wege stand.

Doch bis die Werenbach Raketenuhr dann tatsächlich auf dem Markt erscheinen sollte, galt es noch einige technische Hürden hinsichtlich der Materialaufbereitung zu nehmen, doch dazu später mehr. Im September 2013 schließlich erblickte die erste Uhr von Werenbach schließlich das Licht der Welt. Sie war Teil der Atelier-Kollektion (mittlerweile Soyuz-Kolletion), die qualitativ und preislich deutlich über der in größeren Stückzahlen produzierteren Earth-Kollektion (mittlerweile Leonov-Kollektion) liegt. Eine kurze Vorstellung der einzelnen Kollektionen finden Sie in diesem Abschnitt.

Ein weiterer Meilenstein der noch relativ jungen Werenbach-Geschichte fand dann 2015 statt, als die Uhr wieder dorthin zurück gelangte wo sie ihren Ursprung hat und sogar noch darüber hinaus: In das Weltall. Der dänische Ingenieur und Astromaut nahm sie als persönlichen Zeitmesser mit auf seine Reise ins All als er mit Hilfe einer Sojus-Rakete zur ISS flog.

Werenbach auf Kickstarter: Eine raketenhafte Erfolgsgeschichte

Der Moment der die Bekanntheit von Werenbach noch weiter ausbauen sollte, fand dann im Mai 2017 mit dem Launch der Kickstarter Kampagne statt. Und getreu dem Motto eine möglichst enge Verbindung zu Raketen zu pflegen, schaltete Werenbach auch hier den Turbogang. Am Ende der Crowdfunding-Kampagne beteiligten sich 1.231 Unterstützer mit schlußendlich 768.039 CHF und es entstanden unzählige Medienberichte. So berichtete unter anderem der renommierte Uhrenblog Worn & Wound über das Projekt oder die NZZ und das deutsche Fernsehen in Form von Galileo (ProSieben) fand mit dem Beitrag „Das Weltall am Handgelenk: Uhren aus Raketenschrott“ ebenfalls lobende Worte über das Projekt.

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Material der Werenbach-Uhren

Bevor die Rakete tatsächlich am Handgelenk landet, sind hochkomplexe Fertigungsmechanismen nötig um das Material wie gewünscht aufzubereiten. Doch bevor wir auf diese Feinheiten eingehen, gilt es zunächst zu verstehen aus welchen Teilen der Rakete die Werenbach-Uhren überhaupt gefertigt werden. Insgesamt verwendet Werenbach drei Teile der Rakete: den Raketenmotor, die Aussenverkleidung des Boosters sowie die Winschutzverkleidung der Raumfähre.

Eine wesentliche Hürde die es im Entstehungsprozess der Raketenuhren zu überwinden galt, war wie erwähnt die Aufbereitung des Materials. Mit Hilfe von universitärer Forschungsunterstützung und dem Hinzuziehen von Partnern, die wertvolle Expertise einbrachten, gelang es schließlich zwei Verfahren zu entwickeln um die Ausgangsmaterialien wie gewünscht aufzubereiten. Die Herausforderung hierbei besteht natürlich in dem Ausgangsmaterial selber. Dieses lässt sich deutlich schwieriger verarbeiten als Industriestahl, der genau für diese Einsatzzwecke entwickelt wurde.

Schematische Darstellung der Teile die für die Werenbach-Raketenuhren verwendet werden

Raketenteile die für Werenbach Uhren verwendet werden

Da ich selbst kein Techniker bin möchte ich Ihnen die Details an dieser Stelle ersparen, wichtig für den Endkonsumenten ist schlußendlich das Endprodukt und dieses kann sich mehr als sehen lassen: Die Legierungen SRE-Stainless Steel (das SRE steht für das Ausgangsmaterial „Soyuz Rocket Engine“) sowie SBS-Aluminium (Soyuz Booster Shell) sind wahre Hingucker. Das Material wurde mit Hilfe der oben erwähnten Verfahren formbar gemacht, jedoch wurden die Kratzer und unterschiedlichen Farbnuancen der Oberfläche original belassen, so dass man die Belastungen des Materials bei einem Raketenstart buchstäblich sehen kann.

Soyuz vs Leonov Kollektion

Neben der Leonov-Kollektion die durch Kickstarter so populär geworden ist, hat Werenbach außerdem noch die Soyuz-Kollektion im Portfolio. Wie bereits erwähnt, sind die Uhren dieser Serie preislich deutlich über der Leonov-Kollektion (ehemals Earth-Kollektion) positioniert und beginnen bei mittleren vierstelligen Euro-Beträgen. Der Grund hierfür liegt vor allem im manuellen Herstellungsprozess und den verwendeten Materialien. Angefangen vom Uhrwerk bis hin zu den Armbändern und natürlich auch dem Gehäusematerial, werden hier nur die hochwertigsten Bauteile verwendet was schließlich in dem höheren Preis resultiert. Da dies kein Luxusuhrenblog ist, sondern dieser Blog formschöne und bezahlbare Uhren zum Inhalt hat, widmen wir uns folgend ausschließlich der Leonov Kollektion.

Werenbach Earth Kollektion: 5 Modelle, 1 Grundgedanke

Die Vision von Werenbach-CEO „Die Erde aus dem Weltall zu betrachten kann das Denken verändern“ zeigt sich in allen 5 Modellen der Leonov-Kollektion (früher Earth-Kollektion). Die Nähe zur Rakete und zum Weltall ist bei jedem Modell ersichtlich.  Die Bezeichnung der Modelle ist vergleichsweise einfach und reicht von Modell 1 für die Variante mit schwarz eloxiertem Zifferblatt bis zu Modell 5 mit orangenem Zifferblatt.

Leseempfehlung

Die grundlegende Gestaltung des Zifferblatt ist bei allen Modellen identisch. Die Indizes sind durch große Striche an den 5-Minuten-Positionen markiert und werden durch schmalere Striche verbinden. Auf der 12-, 3- und 9-Uhr Position fallen die großen Indizes kleiner aus, da hier in ebendieser Reihenfolge Logo, Datumsanzeige und der Schriftzug „Soyuz Mat.“ angebracht sind. Die schwarzen, spitz zulaufenden Zeiger sind mit Leuchtmasse (Super Luminova) gefüllt und bilden einen schönen Kontrast zum Zifferblatt. Das insgesamt relativ schlicht gehaltene Zifferblatt wird durch die enthaltenen Schriftzüge, unter anderem die Koordinaten der Sojus-Rakete die Materialspender war, aufgelockert. Werenbach ist hier insgesamt ein stimmiges, modernen Zifferblatt gelungen, das seine Nähe zur Raketentechnik für den Betrachter auf den ersten Blick sichtbar macht.

Schematische Darstellung der Teile die für die Werenbach-Raketenuhren verwendet werden

Werenbach Modelle 4 und 5

Wirklich herausragend sind die kleinen Kratzer und Farbschattierungen des Zifferblatts. Dadurch bekommt die Uhr einen individuellen Touch und man kann sich bildlich vorstellen, wie die genau dieses Material in atemberaubender Geschwindigkeit Richtung Weltall geflogen ist. Eine weitere Besonderheit der Uhren ist der sogenannte Launch Sequencer, der die Modelle 2, 4 und 5 schmückt. Diese Skala ist mittels einer sekundären Krone verstellbar und zeigt die drei Stufen eines Raketenstarts an. Insgesamt dauern diese drei Stufen 8 Minuten und 49 Sekunden und enden mit dem Eintritt der Rakete in den Orbit. Diesen Prozess kann der Träger mit der Launch Sequencer Skala in Verbindung mit dem Minutenzeiger am eigenen Handgelenk nachempfinden.

Leseempfehlung

WIe eingangs erwähnt unterscheidet sich die Optik der fünf Modelle durch die Materialien sowie die Farben der Zifferblätter. Hier eine kurze Übersicht:

  • Modell 1: wird aus der Innenseite des Raketenboosters gefertigt und hat ein schwarzes Ziffernblatt aufgrund des sogenannten Eloxal-Verfahrens bei dem eine oxidative Schutzschicht aus Aluminium erzeugt wird. 
  • Modell 2: wird ebenfalls aus der Innenseite des Raketenboosters gefertigt, allerdings ohne Oberflächenbehandlung, so dass die silber-graue, leicht glänzende Farbgebung erhalten bleibt.
  • Modell 3: wird aus der Außenseite des Raketenboosters gefertigt und hat ein graues Ziffernblatt mit leichten Tendenzen ins Grüne.
  • Modell 4: wird aus der Windschutzverkleidung gefertigt und hat ein mattes, silbernes Zifferblatt.
  • Modell 5: optisch mein Favorit aus der Kollektion wird dieses Zifferblatt aus der Außenverkleidung des Raketenmotors geschnitten und weist einen satten Orangeton auf. In Verbindung mit der Launch Sequencer Skala entsteht so eine sehr sportlich und modern wirkende Uhr, die dennoch zurückhaltend und zeitlos ist was das Design angeht.

Materialien und innere Werte

Kommen wir nun nach den optischen Gesichtspunkten zu den harten Fakten. Das Uhrengehäuse ist aus Stahl gefertigt und hat einen Durchmesser von 40mm. Aufgrund der deutlich akzentuierten Krone wirkt es optisch auf den Fotos einen Tick größer. Mit 40mm sind die Uhren perfekt tragbar auch für Weltall-Begeisterte mit schmaleren Handgelenken. Die Höhe der Uhren beträgt 14mm. Damit gewinnt sie sicherlich keinen Schlankheitspreis, was dies in der Realität bedeutet, kann man jedoch erst beurteilen wenn man sie am Handgelenk trägt. Die Uhr ist bis 5 bar auf Wasserdichtigkeit geprüft, was sie für den normalen Haushaltseinsatz ausreichend schützt. Beim Uhren-Armband kann der Träger zwischen vier verschiedenen Varianten (Leder, Textil, Leder-Rubber-Mischung) wählen. Das Textilband ist für mich die stimmigste Variante, da es am besten zum sportlich-funktionalen Look der Uhren passt.

Werenbach Uhr Modell 5: Ein echter Hingucker mit orangenem Zifferblatt

Im Inneren des Stahlgehäuses tickt das Uhrwerk Cal. STP 1-11 welches in der Schweiz produziert wird. Dieses Uhrwerk wird von der Swiss Technology Production hergestellt und ist eine direkte Kopie des ETA 2824-2 Werks, da dieses nicht mehr geschützt ist. In diesem Blog wurde sich detailliert mit dem Uhrwerk auseinandergesetzt und das Fazit ist, dass die Kopie sogar besser abschneidet als das Original hinsichtlich der Verarbeitungsqualität und der Langlebigkeit. Dies kann man durchaus als Ritterschlag verstehen wenn man das Originalwerk, das ETA 2824-2 näher betrachtet. Dies gilt als eines der meist eingesetzten und zuverlässigsten Werke überhaupt und findet beispielsweise seinen Platz im Inneren von Marken wir Tudor, Mido oder Frederique Constant.

Werenbach-Uhren kaufen

Die Werenbach Uhren können Sie am komfortabelsten über die Firmenwebsite beziehen. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Modell 1 liegt bei knapp über 1.000€ und das Modell 5 schlägt mit fast 1.400€ zu Buche. Betrachtet man die Komponenten und das Material ist dies ein absolut angemessener Preis für diese Uhren. Sie werden eine Vielzahl von Uhrenmarken finden, die identische Komponenten verbauen aber deutlich höhere Preise verlangen. Und im Gegensatz zu den Werenbach-Uhren tragen Sie dann kein Stück Weltall am Handgelenk sondern schnöden Industristahl.

Fazit

Die junge Uhrenmarke Werenbach ist eine wahre Bereicherung für die Branche: Innovative Ideen, hochwertige Materialien und das Alles zu einem angemessenen Preis. Die Verbindung zwischen Weltall und der Uhr wird hier konsequent bis ins letzte Detail durchgezogen. Angefangen vom Material bis hin zum Zifferblatt. Der Konfigurator ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Schritte aus dem Hause Werenbach!