Luxusuhren Okassionen: 3 Alternativen zur Datejust

Für den Einstieg in die Welt der Luxusuhren gibt es vielfältige Wege, sehr oft beginnt dieser jedoch mit einer Rolex Datejust. Nicht umsonst ist diese Uhr quasi durchgehend Spitzenreiter bei den Verkaufscharts der gängigen Uhrenplattformen. Ein schönes Modell ohne Frage und noch dazu von einer der „Big Three“ der Uhrenbranche.

Doch wenn man mit dem Tragen einer Uhr individuellen Geschmack beweisen möchte, ist eine Rolex Datejust sicher nicht der erfolgsversprechendste Weg. Zum Glück gibt es in genau dieser Preisliga zahlreiche Alternativen, mit denen man mehr Kante zeigen kann.

Daher handelt dieser Artikel von einer Auswahl von drei gänzlich unterschiedlichen Uhren die jedoch alle eines gemeinsam haben: Man sieht sie nicht jeden Tag auf der Straße und das Preis/Leistungs-Verhältnis ist exzellent.

Drei Alternativen mit Charme, Historie und dem gewissen Etwas

Dieses Gedankenexperiment geht davon aus, dass der Kauf der ersten Luxusuhr unmittelbar bevorsteht. Bislang stand die Rolex Datejust in Edelstahl, mit 41mm Durchmesser, weißem Zifferblatt und Oyster-Band ganz oben auf dieser fiktiven Einkaufsliste. Der Listenpreis dieser Uhr liegt aktuell bei knapp über 7.000€.  Wir nehmen also an, dass genau dieses Kapital zur Verfügung steht.

Wie bereits erwähnt, macht man mit dem Kauf einer neuen Datejust gewiss keinen Fehler, nur verpasst man eben auch die Möglichkeit etwas Besonderes zu erwerben. Denn in dieser Preisklasse gibt es meines Erachtens nach, gerade gebraucht, deutlich interessantere Alternativen um in die Welt der Luxusuhren einzutauchen. Dies werde ich folgend anhand von drei Beispielen illustrieren.

Leseempfehlung

Um eine möglichst breite Auswahl sicherzustellen, aber gleichzeitig auch hinsichtlich der Seriosität des Händlers und dem Zustand der Uhren den höchsten Standard zu gewährleisten, sind alle drei Ergebnisse vom Onlinehändler Uhren2000.de aus der Rubrik Sonderangebote. 

Logischerweise bieten Plattformen wie Chrono24 eine deutlich größere Auswahl, da hier eine Vielzahl von Händlern weltweit ihre Angebote einstellen. Was den Zustand und die Historie der Uhren angeht, fühle ich mich aber bei einem Händler wie Uhren2000.de deutlich wohler, da ich die Uhren hier persönlich besichtigen kann und das Unternehmen über zahlreiche Zertifizierungen verfügt, die mir als Endkunden maximale Sicherheit garantieren.Von den guten Erfahrungen mit Händlern wie Uhren2000.de, zeugen auch diverse Threads in den einschlägigen Foren.

Die üblichen Verdächtigen und eine Grail Watch

Um die Auswahl etwas einfacher zu machen, habe ich eine Einschränkung beim Preis vorgenommen und zwar von 4.000€ bis 7.000€. Dies hat mich erfreulicherweise immer noch mit 62 verschiedenen Zeitmessern zurückgelassen.

Bei dieser Einschränkung ist logischerweise auch meine Grail Watch die Patek Philippe Nautilus mit der Referenz 5726A-001 (Jahreskalender mit Mondphasen) herausgeflogen, die mir beim ersten Klick auf die Kategorie sofort ins Auge gestochen ist.

Mit knapp über 50.000€ überschreitet dieses Exemplar das Budget leider deutlich, zeigt allerdings auch, dass der Begriff Sonderangebote relativ zu betrachten ist und natürlich auch für das Hochpreis-Segment gilt. Wer also etwas tiefere Taschen hat, der findet in dieser Kategorie definitiv auch sein Glück.

Eigentlich ein Muss in jeder Sammlung – die Omega Speedmaster

Chronograph Omega Speedmaster am Handgelenk
Quelle: Photo by Tommi Selander on Unsplash

Uhren die ich außerdem ausgeschlossen habe, sind die üblichen Verdächtigen wie eine Tudor Black Bay (Neu für 4.150€), eine Omega Speedmaster (Neu für 4.590€) sowie eine Omega Seamaster (Neu für 4.240€). Letztere kommt optisch der Datejust zwar sehr nahe, passt für mich, genau wie die beiden anderen erwähnten Modelle, aber nicht mit dem Anspruch zusammen, etwas Besonderes, also eine echte Okkasion, anstatt der Datejust zu finden.

Gerade bei der Tudor tut das mir fast ein bisschen weh, denn hinsichtlich Preis/Leistung ist diese Uhr wirklich nahezu unschlagbar. Dazu schaut sie einfach noch verdammt gut aus und weist, als Schwestermarke von Rolex, auch hinsichtlich der Historie Gemeinsamkeiten mit der Datejust auf.

Rolex Milgauss: Datejust für Wissenschaftler

Eine Uhr die sich gebraucht im gleichen Preissegment wie die Datejust befindet ist die Rolex Milgauss. So ist bei Uhren2000.de zum Beispiel gerade ein Exemplar aus 2011, in sehr gutem Zustand im Angebot, inklusive Box und Papieren für 6.900€.

Das Gehäuse der Milgauss weist auf den ersten Blick starke Gemeinsamkeiten mit der Datejust auf. Mit 40mm ist es einen Tick kleiner als die Datejust, aber von der Form sind die Parallelen deutlich gegeben. Darüber hinaus kommt die Milgauss an einem Oyster-Armband, welches ich deutlich gegenüber dem Jubilee-Armband bevorzuge. 

In der Form mit Parallelen zur Datejust: Rolex Milgauss

Datejust für Wissenschaftler: Rolex Milgauss
Quelle: Uhren2000.de

Im Aufbau ist die Milgauss etwas höher und daher nicht ganz so elegant wie die Datejust, zum Anzug passt sie aber natürlich trotzdem. Die Besonderheit hinsichtlich der Optik erkennt man beim Blick auf das Zifferblatt. Dieses befindet sich unter einem grünem Saphirglas, welches durch seine Wölbung deutlich als solches zu erkennen ist.

Das Zifferblatt des angebotenen Exemplars ist schwarz und bildet einen ausgezeichneten Kontrast zu den orangefarbenen Minuten-Indizes und dem Milgauss-Schriftzug. Doch wirklich herausstechend bei dieser Uhr, ist der Sekundenzeiger in Form eines Blitzes, ebenfalls in orange. 

Der Blitz ist eine Hommage an das Originalmodell und ein Fingerzeig, dass die Uhr besonders für Wissenschaftler konzipiert wurde. Neben Ihrer hohen Genauigkeit, verfügt sie über die Besonderheit, einem Magnetfeld von 1000 Gauß standhalten zu können, daher auch der Name Milgauss. 

Das grüne Saphirglas und die orangenen Akzente, in Verbindung mit dem exotisch anmutenden Sekundenzeiger sind natürlich nicht Jedermanns Sache, aber definitiv deutlich aussagekräftiger, als das sehr klassische Zifferblatt-Design der Datejust. Die Eigenschaften die die Datejust (und viele andere Rolex-Modelle) zu so einem Augenschmeichler machen, sind hier jedoch auch wiederzuerkennen: Das Oyster-Armband, die klassische Gehäuseform und natürlich die perfekte Verarbeitungsqualität.

Hublot Fusion: Laut aber gefällig

Den Status den heute Richard Mille inne hat, hatte vor fast 15 Jahren die Marke Hublot. Ihr gedanklicher Vater Jean-Claude Biver, hat damals mit dem lauten Design für einen wahren Paukenschlag gesorgt und insbesondere aufgrund ihrer Beliebtheit bei Prominenten, haben die Uhren auch hinsichtlich der Absätze, in sehr kurzer Zeit ein steiles Wachstum hingelegt.

Ich persönlich war nie ein Fan von Hublot: Zu laut, zu klobig, zu teuer. Doch mit ein bisschen Abstand betrachtet, muss auch ich zugeben, dass die Classic Fusion ein wahrlich schönes Modell ist. Man erkennt Designelemente einer Piaget Polo aber natürlich auch von den beiden Spitzenreitern was sportliche Stahlmodelle angeht: der Royal Oak und der Nautilus. Trotz dieser Ähnlichkeit ist eine klare eigene Designsprache zu erkennen und das Ergebnis ist eine insgesamt sehr harmonische und sportliche Uhr.

Mächtig aber eine klassische Schönheit: Hublot Fusion

Sportliche Uhr in 45mm Durchmesser: Classic Fusion
Quelle: Uhren2000.de

Zugegebenermaßen schwimmt Hublot nicht mehr ganz oben auf dem Trendwelle, wie es vor ein paar Jahren noch der Fall war. Aber mit dem Trend zu schwimmen ist ja auch nicht immer erstrebenswert.

Der Vorteil: Die Uhr wird unter Listenpreis gehandelt, auf Uhren2000.de liegt ein neues Modell mit Titangehäuse, blauem Zifferblatt und Titanband bei 6.700€. Mit 45mm ist die Uhr sicherlich nicht für schmale Handgelenke gemacht, aber wer eine sportliche, laute und trotzdem elegante Uhr haben möchte, dem sei zu diesem Modell geraten. Eine Aussage von der ich vor 10 Jahren nie gedacht hätte, dass ich sie mal treffen würde.

Für Individualisten: Panerai Luminor 1950

Die dritte Uhr im Bunde ist eine Panerai Luminor 1950. Die Uhr ist aus 2016, in einem sehr gutem Zustand und aktuell für 5.800€ bei Uhren2000.de im Angebot. Wie auch bei der Hublot gilt hier, dass die Uhr mit 47mm sicherlich nichts für filigrane Handgelenke ist, doch dafür bekommt man für unter 6.000€ alles was man sich von einer Panerai wünschen kann: Die typische Kissenform, die markante Kronenschutzbrücke und einen Handaufzug mit 3 Tagen Gangreserve.

Sofort zu erkennen an der Kronenschutzbrücke: Panerai

Taschenuhr von Panerai
Quelle: Uhren2000.de

Gerade jemand mit einem kreativen Beruf, bei dem der erste Griff im Kleiderschrank morgens nicht zum Anzug geht, setzt mit diesem italienischen Zeitmesser ein echtes Ausrufezeichen. Panerai kommt ursprünglich aus dem Marine-Bereich und hat Taschenuhren hergestellt, die neben der Zuverlässigkeit beim Einsatz als Taschenuhr auch eine optimale Ablesbarkeit garantiert haben. Daher auch die großen Indizes und der mächtige Durchmesser, der die Panerai zu einer wirklich auffälligen Uhr machen. 

Als Fazit lässt sich sagen, dass es wirklich zahlreiche Alternativen zur Datejust in dem Bereich bis zu 7.000€ gibt. Ein Blick in die entsprechende Kategorie bei Händlern wir Uhren2000.de ist in jedem Fall lohnend, bevor man wie ferngesteuert zum Konzessionär und für eine Uhr, die einem mehrfach täglich begegnet, einen fast fünfstelligen Betrag hinlegt.