Ungewöhnliche Luxusuhren-Marken und ihre prominenten Träger

Foto von muskulösem Arnold Schwarzenegger
© Photo by Madison Square Garden Center (Author), Public Domain (Licence)

Rolex trägt fast schon jeder, zumindest dann, wenn das Bankkonto entsprechend ausgerüstet ist. Doch im Grunde ist allseits bekannt, dass es auch andere Marken gibt, zum Teil sogar ziemlich exotische. Einige Promis haben sich darauf verlegt, an ihrem Handgelenk eine echte Besonderheit herumzutragen und eben nicht mit dem Mainstream der oberen Zehntausend zu schwimmen. Für jeden, der ebenfalls nicht 08/15 sein möchte, können sie als beispielhafte Stil-Ikonen dienen.

Arnold Schwarzenegger im Verbund mit der Magnum Group

Arnold Schwarzenegger kam 2015 am Ziel seiner Wünsche an: Nachdem ihm die Schweizer Traditionsmarke Audemars Piguet bereits mehrere Sondermodelle gewidmet hat, darf sich der Terminator seit etwa vier Jahren mit einer Luxusuhr schmücken, die den Namenszug „Schwarzenegger“ auf dem Ziffernblatt trägt. Diese stammt allerdings nicht aus der Schweiz, sondern aus Brasilien!

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Die Magnum Group tat sich mit dem Ex-Schauspieler zusammen und rief mit ihm gemeinsame eine eigene Chronographen-Kollektion ins Leben. Und das natürlich im XL-Format, damit sie zu den breiten Armen passt. Man sieht deutlich, dass der Governator im Design freie Hand hatte, denn das gute Stück sitzt wie maßgeschneidert. Ob der Chronograph auch zu dünnen oder zumindest normalen Armen passt, bleibt auszuprobieren: Uhrenfans, die ein paar tausend Euro locker haben und nicht gern zum Bodybuilding gehen, erhalten die Chance dazu!

Daniel Negreanu im Team mit Design-Spezialist Corum

Wer an Pokerspieler denkt, verbindet diese häufig mit einem exklusiven Lifestyle. Und das natürlich auch nicht vollkommen zu Unrecht! Denn wer sich häufig in Gesellschaft wohlhabender Menschen befindet und sich in luxuriösen Etablissements herumtreibt, muss sich wohlweislich anpassen. Auch wenn einer der bekanntesten Pokerspieler überhaupt, nämlich Daniel Negreanu, kein typischer Proll ist, so kann man an seinem Handgelenk natürlich eine passende Luxus Uhr erwarten.

Er zeigte hier schon zahlreiche Marken, in Erinnerung blieb aber vor allem die Corum Admiral’s Cup Competition 48, eine Marke, die in Deutschland eher unbekannt ist. Corum besitzt übrigens keine eigene Manufaktur, sondern das Schweizer Unternehmen kauft seine Uhrwerke bei Frederic Piguet oder ETA SA ein. Die Designs gelten als besonders kreativ und ausgefallen, die Coin Watch besteht zum Beispiel aus einer 20-Dollar-Goldmünze.

Dagur Sigurdsson an der Seite von Newcomer Schramberg Lehmann

Die deutsche Uhrenstadt Schramberg war bis 2011 nur für eine weltberühmte Marke bekannt: Junghans. Doch dann stieg Markus Lehmann in den Markt ein, indem er seine eigene Luxusuhren-Manufaktur eröffnete. Wir können also von einem echten Newcomer sprechen, der allerdings bereits berühmte Verbündete mit an Bord hat. Handballtrainer Dagur Sigurdsson, der mit unseren Jungs 2016 die EM gewann, trägt mit Stolz Chronographen dieser Marke mit sich herum.

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Er ließ sich sogar mit dem ambitionierten Schramberger Firmengründer ablichten und rührte auf diese Weise kräftig die Werbetrommel. Doch wir wissen längst: Nicht nur die jungen Uhrenhersteller benötigen die Unterstützung bekannter Gesichter, auch die etablierten Marken werben immer wieder mit Stars und Sternchen. Schließlich möchte „man“ im Gedächtnis bleiben, auch wenn die neusten Trends gerade in eine andere Richtung weisen.

Clive Owen trägt Jaeger-LeCoultre auf der rechten Seite

Auch die Schweizer Manufaktur Jaeger-LeCoultre ist hierzulande noch längst nicht in aller Munde, wenn auch der eine oder andere Promi sich am Sortiment bedient. Die Preise für diese Chronographen liegen zumeist im Bereich eines guten Mittelklassewagens, der Schauspieler Clive Owen kann sich die Investition sicher gut erlauben. Als Markenbotschafter wird er allerdings seine Lieblingsuhr Duométre Chronographe kostenlos erhalten haben, nehmen wir mal an.Owen trägt seine Uhren übrigens rechts, weil sich das für ihn „natürlich“ anfühlt. Nur bei bestimmten Rollen wandert der Chronometer auf die linke Seite, um den Charakter besser zu treffen. Hier zeigt sich mal wieder, dass es immer Ausreißer von der vermeintlichen Normalität gibt, im Kleinen wie im Großen. Da kommt die Frage auf: Warum tragen wir unsere Uhren eigentlich nicht alle rechts? Oder jeder so, wie er will? Die Entscheidung scheint lange vor unserer Zeit fest gefallen zu sein, doch es bleibt immer noch eine Chance für den Wechsel.

Keanu Reeves im harmonischen Einklang mit Carl F. Bucherer

„Lebe lieber ungewöhnlich“, das könnte das Lebensmotto von Matrix-Star Keanu Reeves sein. Der Kanadier hat sich in die Uhren von Carl F. Bucherer verguckt, die sich beileibe nicht jeder leisten kann. Zwei- bis viertausend Euro werden für ein Prachtstück des Luzerner Traditionsunternehmens auf jeden Fall fällig, doch es geht natürlich auch teurer. Anfang 2017 zeigte Reeves sich auf dem roten Teppich nicht nur mit schwarzem Bart, sondern auch inklusive einer Patravi TravelTec II in Edelstahlausführung.

Das Zifferblatt harmonisierte mit der Gesichtsbehaarung und ließ somit keine Design-Wünsche offen. Allerdings müssen wir an dieser Stelle zugeben: Reeves steht wirklich jede Uhr, und wenn sie aus dem Kaugummi-Automaten wäre. Ohnehin geht der Ruf um, der Superstar besäße ewiges Leben, sodass Zeit für ihn wohl kaum eine besondere Rolle spielt.

© Photo by anna Hanks (Author), CC BY 2.0 (Licence)

Die Uhr am Handgelenk sagt oftmals einiges über die Persönlichkeit aus. Sie zeigt beim genaueren Hinsehen zumindest, ob jemand sportlich ist, Outdoor-Aktivitäten mag oder gern Tauchen geht. Aber auch der persönliche Stil lässt sich an ihr festmachen: Fällt er eher edel aus, oder locker-leger, sportlich, dezent? Und nicht zuletzt lässt sich am Chronographen eine Einschätzung des finanziellen Hintergrunds vornehmen, es sei denn, die Person setzt eher auf Understatement. Das können wir von den oben aufgeführten Promis allerdings nicht sagen. Die zeigen, was sie im Geldbeutel haben.